broschur
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Broschur, die; eine eigentlich als Provisorium gedachte Form des Bucheinbandes (franz.: brocher = heften, en. softcover), die es dem Käufer eines Werkes ursprünglich ermöglichen sollte, es nach Bedürfnis oder Geschmack fest einbinden zu lassen. Hierfür wird um den vorgefalzten unaufgeschnittenen Buchblock ein mit diesem (nahezu) deckungsgleicher und an seinem Rücken festgeklebter Umschlag in der Regel ohne Vorsatz gelegt. Nach Einführung des Gewebeeinbandes (1820) übernahm gegen Ende des 19. Jh. allmählich der Schutzumschlag des Verlegereinbandes deren Funktion. Im Bereich der eigentlichen Broschürenliteratur und der Paperbacks entwickelte sie sich jedoch in modernem Gewand weiter.
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Statusfragen ..
Die B. wird gegenüber dem festen Einband , weil preiswerter und weniger rubust, häufig als minderwertig angesehen. Dies beruhte u. a. auf der schlechten Bindequalität der Taschemnbücher, die früher stets auseinanderfielen. Nicht zuletzt durch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des flexiblemn Umschlags und seiner künstlerischen, oft plakativen Grafik ist die B. aber zu eigenständigen Ästhetik gelangt und wirkt gegenüber dem klassischen, festen Umschlag moderner. Es besteht eine subtile Wechselwirkung mit dem Format und der den Buchblock bestimmenden Seitenanzahl. Insgesamt bestont die B. eher den praktischen Nutzungscharakter des Buches.



