Von Scheiben, Quadern und Klötzen ..
buchblock
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Buchblock, der; entsteht durch das Zusammentragen der Druckbögen in der vorgesehenen Reihenfolge und die Verbindung dieser Teile durch Heftung oder Klebebindung. Der B. wird dabei als Ganzes in den Umschlag (beziehungsweise Einband) 'eingehängt'. Die Verbindung schafft häufig der Vorsatz. Der B. ist der Korpus des Buches. Er bestimmt, abhängig von Seitenzahl, Format und Papiersorte, die äußere Gestalt und das Gewicht. Die drei schmalen Kanten des Buchblocks, an denen sich das Buch öffnen lässt, heißen Schnitt. Dieser kann aus ästhetischen Gründen, aber auch zum Schutz vor Verschmutzung eingefärbt oder anderweitig verziert sein. Bei unterschiedlicher Färbung und Beschaffenheit der Innenseiten wird am B. die Struktur des Buches äußerlich sichtbar. Der B., in der Regel ein Quader, beeinflusst auch die haptischen Qualitäten des Buches.
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Bibliophysisch ..
Der Kubus, der aus Buchblock und Umschlag besteht, ist die Urform des Buches. Während die Gestaltung des letzteren jedoch ungeheure Kreativitäten entfacht, findet ersterer verhältnismäßig wenig Beachtung und wird als gegeben hingenommen. Ihr Verhältnis ähnelt dem des Lichts und des Lichtschalters. Der Stapel der bedruckten Seiten ist der selbstverständlichste Teil des Buches, über den nicht viel nachgedacht wird. Das war bei uns lange genauso. Diese unbewusste Ignoranz haben wir erst revidiert, als wir die Reihe der Designlexika konzipierten. Bei diesen kompakten Text-Bildbänden, schob sich die Physis des einzelnen Buches so in den Vordergrund, dass uns deren Bedeutung schlagartig klar wurde, Ein Buch hat auch ein Volumen, eine Masse, ein Gewicht, eine Gestalt und andere vielleicht noch unendeckte Eigenschaften. Der Buchblock ist der Leib des Buches. Deshalb kann er auch sexy sein,



