das feste haus
Geschichte einer Straf-Fabrik
von RWLE Möller und Bernd Polster
144 Seiten, erschienen im Transit Verlag, Berlin 1984
Die Zivilisation das Einsperrens
"Die Autoren des 'festen Hauses, die sich weder in Lokalhistorie verlieren noch mit dem sozialhistorischen Zeigefinger nerven, lassen Gefangene und Aufseher, aufgeregte Bürger und aufklärende Schriftsteller zu Wort kommen. So wird nach und nach nicht nur die entmutigende Kontinuität der Strafvollzugsgeschichte deutlich. Sie spüren auch jenen Mechanismen nach, mit denen die absurde Welt hinter den festen Mauern aus dem Bewußtsein der Öffentlichkeit ausgeklammert wid."
Endstation. Zeitschrift für inhaftierte und interessierte Leser, 1984
"Manches haben die Verfasser polemisch überspitzt. Dennoch ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregt und nicht nur für Cellenser eine interessante Lektüre sein dürfte."
Heimatkalender für die Lüneburger Heide 1985
Das feste Haus. Geschichte einer Straf-Fabrik. Den Titel haben sie dem Heimatdichter und Celle-Kenner Hermann Löns entlehnt. Am Beispiel des Celler "Zuchthauses", schon 1711 gegründet und heute das älteste noch existierende Gefängnis Deutschlands, erzählen Bernd Polster und Reinhard Möller die lange Geschichte der Haft: Vom barocken Werck-, Zucht- und Tollhaus über das moderne Zellengefängnis des 19.Jahrhunderts und das "Reformgefängnis "der Weimarer Republik, in dem Literaten wie Tucholsky lasen, bis zur Sonderzone für die RAF-Gefangenen der 70er und 80er Jahre.
Sie schreiben über Ausbrecher, Aufstände und Skandale, über Architektur, Mauern, Tretmühlen und Isolationskäfige bis zum heutigen Hochsicherheitstsystem. Sie lassen Gefangene und Aufseher, aufgeregte Bürger und aufklärende Schriftsteller zu Wort kommen. Und voller Grimm geben sie schließlich den Rat eines rechtschaffenden Ministers weiter: "Am besten gar nicht erst straffällig werden!"
Leseprobe: Ausbrecher




