designlexikon großbritannien

von Penny Sparke und Bernd Polster, Gestaltung: Olaf Meyer

384 Seiten, erschienen im Dumont Verlag, Köln  1999

Der Band ist Teil einer Reihe und erschien in fünf fremdsprachigen Ausgaben.

 

Einsichten in die britische Designseele

 

"Klare Empfehlung, diesen Band muss man haben."

Designers Digest, 14.8.2000

 

Die erste Industrienation war auch diejenige, die die Auswüchse des Kapitalismus zuerst spürte. Eine Reaktion war Arts and Crafts, eine Reformbewegung, die dem modernen Design den Weg ebnete, aber auch eine verklärte Vorstellung von "Englishness" verbreitete, die bis heute nichts von ihrer manchmal durchaus fragwürdigen Faszination verloren hat. Die Kluft zwischen traditioneller Erstarrung und kreativer Revolte ist der Schlüssel zum Verständnis der englischen Designgeschichte. Die subversive Umwertung aller Werte begann in der Poprebellion der 60er Jahre, die London zur Weltzentrale des Lifestyles machte. Es folgte die Schocktherapie des Punk. Seitdem ist nichts mehr wie es war.

 

Wie sich das traditionsverliebte Vereinigte Königreich, das immer noch mit Klassikern wie Regenmäntel von Burberry gleichgesetzt wird, zu einer Innovationswerkstatt entwickelte, wird hier präzise dokumentiert. Ob "Swinging Sixties" oder  Punk, oft waren es die tiefen Klassenwidersprüche, die über Umwege produktiv wirkten. Das gilt auch für die neuen Marken der "Britishness" wie Multikulturalität und Streetstyle.Das kompakte Nachschlagewerk ist Teil einer 5-bändigen Reihe, die einen neuen Typus einführte: das schöne und benutzerfreundliche Designbuch. Bis dahin hatte es lediglich akademische Veröffentlichungen und Bildbände für den Kaffeetisch gegeben, beide in der Regel unpraktisch und oft erstaunlich lieblos gestaltet. Das durchkomponierte Designlexikon Großbritannien erreichte erstmals sowohl das Fachpublikum wie auch den designinteressierten Laien.

 

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