.. die Peking-Ausgabe

designlexikon usa

von Bernd Polster

384 Seiten,Grafik: Olaf Meyer

erschienen im Dumont Verlag, Köln 2002

Der Band ist Teil der Reihe Designlexika

 

"Eine so kompakte und zugleich akribisch-zisilierend geschriebene Designgeschichte hat es schon lange nicht mehr gegeben." Der Tagesspiegel

 

"Extremely handy A-Zs of design."Elle Decoration, London

 

Die innovatiste Nation des 20. Jahrhunderts

 

Design ist ein Amerikanismus. Dieser schillernde Begriff, in dem der Rhythmus der Fabrikhalle mitschwingt und den doch zugleich der Zauber des schönen Scheins umgibt, ging erst im späten 20. Jahrhundert in den Weltwortschatz ein. Die USA beanspruchen darauf ebenso das Copyright wie auf den Beruf des Designers. Seit über hundert Jahren sind die Vereinigten Staaten ein riesiges Laboratorium. Dort wurde, was unser heutiges Leben ausmacht, meist vorher ausprobiert. Und das gilt keineswegs nur für Bluejeans, Kaugummi und Wolkenkratzer. Von der Verkehrsampel bis zur Zahnbürste, vom Flugzeug bis zur Website. Das Inventar der modernen Zivilisation stammt größtenteils aus den USA. Design macht da keine Ausnahme.

 

In New York eröffneten Ende der 20er Jahre die ersten Büros, die sich die Bezeichnung Industrial Design auf ihr Firmenschild gravieren ließen, eine Wortschöpfung, die Programm war. In Amerika, wo nicht nur die Massenproduktion, sondern auch die Werbung und das Marketing zuerst wissenschaftlich entwickelt wurden, war auch Design vor allem eine Frage des Verkaufens. Große Firmen wie General Motors, Greyhound, Kodak und Sears haben sich schon früh der neuen Dienstleistung bedient. In den USA wurde bereits Lifestyle mitverkauft, lange bevor auch dieser Amerikanismus zur postmodernen Zauberformel geriet. So mutierten Massenartikel zu Mythen, von der Flaschenerotik Marke Coca Cola bis zum loft-kompatiblen Apple-Rechner.

 

Das Lexikon  kompakte Nachschlagewerk ist Teil einer 5-bändigen Reihe, die einen neuen Typus einführte: das schöne und benutzerfreundliche Designbuch.  Das Vorwort stammt von Paola Antonelli, Kuratorin im Department of Achitecture and Design am Museum of Modern Art in New York

 

Leseprobe: Designerporträt Saul Bass