köln

bildband

von Bernd Polster, Fotos: Peter Ginter und Rainer Gärtner

132 Seiten, erschienen im Vista Point Verlag, Köln 1987

 

Heinrich Bölls Hassliebe


"Zunächst registriere ich erfreut die stelzenlose, lebendige Sprache, die Bernd Polster schreibt. Köln ist nicht meine geliebte Stadt. Aber die Stadt interessiert mich, und deshalb folge ich auch dem Autor durch das ehe- mals von Schokoladenduft durchwehte Stollwerk-Viertel, begleite ihn über die Ringe, die ehemalige Kölner Prachtboulevards, und studiere angeregt die Schwarz-Weiss-Fotos von der Kaiserzeit bis hin in die Gegenwart. Marienburg zählt heute noch zum besten, was an geschlossenen Villen- kolonien in Deutschland erhalten ist, lerne ich. Hier in der Villa des Bankiers von Schröder fand das folgenschwere Geheimtreffen von Papens mit Hitler statt. Heinrich Böll liebte das alte Köln, auch das zerstörte noch, aber das neue Köln liebte er nicht. Bernd Polster mag die Stadt, auch wenn er mit leichtem Spott Kölns Großmannsträume schildert, die am Widerstand der von der Eingemeindung bedrohten Chemiestädte Wesseling und Leverkusen scheiterten. Klüngel, Bausünden und der mit großem Ernst organisierte rheinische Karneval, Handel, Handwerk und Kölsch - ein Kurzdurchgang der sich lohnt."  WDR, Buch der Woche

 

Ein Bestseller. Der Bildband Köln dominierte über viele Jahre seinen Markt, brachte eine neue Qualität in das Metier der Stadtbildbände und erweckte natürlicherweise damit den Neid lokaler Platzhirsche. Seine Qualität konnte von Konkurrenzprodukten nicht erreicht werden, weil die Konstellation ideal war: der Autor Bernd Polster, versiert in kultur- historischer Präzision, zusammen mit dem Fotojornalisten Peter Ginter und dem Kölner Architekturfotografen Rainer Gärtner bildeten ein hochkarätiges Team. Die Erfolgsgeschichte wurde mit dem Bildband Bonn fortgesetzt.

 

Leseprobe: Tünnes und die Geschichte