london

Stadtführer

von Bernd Polster und Mandy Howard, Fotos: Bernd Polster u.a.

132 Seiten, erschienen im Vista Point Verlag, Köln 1991

 

Krass, aber kreativ

 

"Die Kurzinformationen und Erläuterungen sind spritzig verfaßt. Ein idealer Reisebegleiter." Buch-informationsdienst

 

Der Umstand, dass London mehr Nachtwächter hat als das Königreich Sachsen Soldaten, ist am ehesten geeignet, eine Darstellung von den Dimensionen dieser Riesenstadt zu geben“. Theodor Fontane, der dies im Jahre 1844 niederschrieb, zeigte sich nicht nur beeindruckt von Londons puren Ausmaßen, damals mit über einer Million Einwohnern größte Stadt der Erde. Der Dichter fand in ihr die »Quintessenz einer ganzen Welt«. London, Knotenpunkt des Überseehandels und Machtzentrum eines den Globus umspannenden Kolonialreiches, war die Weltstadt Nummer eins. Ein urbaner Prototyp und ein Siedekessel der Zivilisation.


London, die Stadt der Banker und der Punker, lebt durch ihre Gegensätze. Auf drei Tagestouren durch das Westend, die City und Suburbia werden diese Kontraste sichtbar. Der vorliegende Stadtführer war der erste, der das heutige In-Viertel Brixton beschrieb, als es für Normalbürger noch ein No-Go-Area war. Damit zusammenhängend: Ein Essay über Londos importierten Carnival, das lange kriminalisierte Fest der karibischen Einwanderer, das sich zum Großereignis entwickelte.


Leseprobe: Nottinghill Karneval